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Gewinne versteuern: wer in Deutschland tatsächlich zahlt
Die Frage steht in jedem Forum und wird fast immer zu grob beantwortet. Kurz gesagt: besteuert wird nicht Ihr Gewinn, sondern der Einsatz, und die Steuer schuldet nicht der Spieler.
Wer bei einem in Deutschland erlaubten Anbieter gewinnt, führt darauf keine Steuer ab. Es gibt keine Grenze, die man dafür im Blick behalten müsste, und keine Zeile in der Erklärung, in die der Betrag gehört. Das ist der Teil, den die meisten Suchergebnisse richtig, aber unvollständig wiedergeben.
Besteuert wird der Einsatz für virtuelle Automatenspiele mit 5,3 Prozent. Schuldner ist der Veranstalter und nicht der Spieler, und die Bemessungsgrundlage ist um die Steuer selbst gemindert, sodass der Satz nicht einfach auf den eingegebenen Betrag aufschlägt.
Sichtbar wird das für Sie in aller Regel nicht als Posten in der Kasse. Es steckt in der Kalkulation des Hauses, und dort erklärt es einiges: dass ein deutsches Angebot mit weniger Spielraum arbeitet als dasselbe Angebot in einer anderen Rechtsordnung, hat hier eine seiner Ursachen.
Eine Abgabe, die alle erlaubten Häuser gleich trifft, kann keines von ihnen von einem anderen unterscheiden. In unserem Modell taucht sie deshalb nicht auf. Eine Rolle spielt sie trotzdem, nämlich für die Erwartung: wer die Bedingungen eines deutschen Angebots mit denen eines unerlaubten vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Kostenstrukturen und nicht zwei Geschäftsentscheidungen.
Dies ist keine Steuerberatung. Sonderfälle gibt es, und sie hängen an Umständen, die eine Vergleichsseite nicht kennen kann. Wer in einem solchen Fall steckt, fragt jemanden, der die Unterlagen sehen darf.